Aktuelles

Unser Programm hat sich erfolgreich etabliert und wird nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen Zahlen Geflüchteter, auch aus der Ukraine, stark nachgefragt. Die Unterstützungsbedarfe sind fortlaufend hoch und die Wartelisten der Arbeitsmarktmentoren-Projekte entsprechend gefüllt.
Aus diesem Grund hat das SMWA durch Umschichtungen im laufenden Haushalt das Programm Arbeitsmarktmentoren Sachsen bis zum Jahr 2024 mit rund zusätzlichen 3,3 Millionen Euro ausgestattet. Damit konnte unter anderem die Zahl der Arbeitsmarktmentorinnen und -mentoren von 57 auf 71 erhöht werden.

Weitere Informationen zur Aufstockung des Programms erfahren Sie in der Pressemitteilung vom SMWA.

Fach- und Vernetzungstreffen der Arbeitsmarktmentoren Sachsen in Chemnitz

Am 06. Und 07. September 2022 fand in Chemnitz das 10. Fach- und Vernetzungstreffen der Arbeitsmarktmentoren Sachsen endlich wieder in Präsenz statt. Ebenso feierte das ZEFAS – Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit Premiere als Organisator der Veranstaltung. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Arbeitsmarktmentorinnen und -mentoren, die aus ganz Sachsen anreisten, um sich über für ihre Arbeit wichtige Themen auszutauschen.

Die Mentorinnen und -mentoren leisten einen wichtigen Beitrag zur Fach- und Arbeitskräftesicherung im Freistaat. Wesentlich für die Sicherung und Gewinnung von Fachkräften in Sachsen ist es, junge Menschen in Ausbildung zu bringen. Insbesondere für Personen mit Flucht- und Zuwanderungshintergrund ist dies ein vielversprechender Weg, um sich nachhaltig in Gesellschaft und Arbeitswelt zu integrieren und zukünftig eigenständig und unabhängig leben zu können. Mit dieser Aufgabe gehen aber auch verschiedene Herausforderungen und Probleme einher, die auf dem Weg von der Ausbildungsplatzsuche bis hin zum erfolgreichen Abschluss zu beachten sind. Angefangen bei rechtlichen Voraussetzungen beim Arbeitsmarktzugang bis hin zu strukturellen und individuellen Problemen, die Einfluss auf Mentee und Mentor nehmen.

Die Unterstützung der Ausbildungsplatzsuche ist eine entscheidende Säule bei der Arbeit der Mentorinnen und Mentoren. Um den Mentees den Weg in den Arbeitsmarkt zu ebnen, braucht es einerseits die Begleitung des Mentees und andererseits den Kontakt zu Firmen aus der Region, die auf die Vermittlung von Fach- und Arbeitskräften angewiesen sind. Um eine engere Vernetzung zwischen Arbeitsmarktmentoren und Arbeitgebern sicherzustellen, ist der regelmäßige Austausch mit Firmen und Branchenvertretern wesentlich. Vor allem die gezielte Ansprache und Akquise von Arbeitgebern ist für den Erfolg des Programms unersetzlich. Das bedeutet auch, Arbeitgeber für die Veränderungen am Arbeitsmarkt zu sensibilisieren und ihnen als erster Ansprechpartner zu asyl- und ausländerrechtlichen Fragen zur Seite zu stehen.

Im Rahmen des Fach- und Vernetzungstreffens wurde versucht, auf die beschriebenen Herausforderungen einzugehen. Mit einem Mix aus Vorträgen und Workshops durch eingeladene Fachreferentinnen und -referenten sollte ein möglichst großer Mehrwert für die tägliche Arbeit der Mentorinnen und Mentoren geschaffen werden. So widmete sich der erste Tag dem übergeordneten Thema „Arbeitgeber“. Die Mentorinnen und Mentoren hatten dabei u.a. die Gelegenheit Impulse zur Akquise und Vernetzung von Arbeitgebern zu erhalten. Aber auch die Möglichkeit sich mit Branchenvertretern des DEHOGA Sachsen auszutauschen. Am zweiten Tag stand das Thema Ausbildung im Mittelpunkt. Dabei konnten viele relevante Schwerpunkte behandelt werden. Diskutiert wurde unter anderem darüber, wie v.a. Frauen mit Fluchthintergrund in Ausbildung gebracht werden können und wie man Diskriminierung im Arbeits- und Ausbildungskontext erkennt und begegnet.

Nach Abschluss der zwei Tage richtet sich der Dank vor allem an alle Arbeitsmarktmentorinnen und -mentoren für die rege Teilnahme am Austausch und den Workshops.  Ebenso bedanken wir uns bei allen Referentinnen und Referenten für die fachliche Begleitung des Fach- und Vernetzungstreffens. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit allen Beteiligten im Frühjahr 2023!

Mit guten Ideen, innovativen Projekten, unzähligen Angeboten und vor allem mit großem Engagement wird überall in Deutschland die Zukunft der Arbeit gestaltet und zur Fachkräftesicherung beigetragen. Die Aktionswochen „Menschen in Arbeit – Fachkräfte in den Regionen“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) rücken dieses regionale Engagement vom 19. bis 30. September 2022 bundesweit in den Fokus.

Die Arbeitsmarktmentoren Sachsen sind mit zwei Online-Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswochen vertreten:

 

Die Servicestelle „Internationale Fachkräfte für Sachsen“ im ZEFAS – Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit führt im Rahmen der Aktionswochen zwei Online-Workshops durch:

  • 20.09.2022, 13:00 Uhr: Wer, wie, was?“– Unternehmen und internationale Fachkräfte lernen sachsenweite Anlaufstellen zur Zuwanderung und Integration kennen
    Die Servicestelle Internationale Fachkräfte des neuen Zentrums für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit (ZEFAS) der sächsischen Landesregierung stellt Ihnen in einer kurzen Informationsveranstaltung sachsenweite Akteure und Unterstützungsmöglichkeiten im Bereich Zuwanderung und Integration vor.
    Anmeldungen bis 18.09.2022 unter https://mitdenken.sachsen.de/1031229
  • 22.09.2022, 9:00 Uhr: „Vielfalt durch Zuwanderung“ – Eine Zukunftsvision der sächsischen Arbeitswelt zur Fachkräftesicherung
    Wie würde Sachsen aussehen ohne Zuwanderung? Der interaktive Workshop lässt Unternehmen und Beschäftigte über den Wert der Vielfalt und deren Notwendigkeit für die Fachkräftesicherung diskutieren. Dazu macht sich der Workshop zunächst auf die Spuren sächsischer Migrationsgeschichte und beleuchtet die Effekte von Zuwanderung für die Arbeits- und Lebenswelt in Sachsen.
    Anmeldungen bis 18.09.2022 unter https://mitdenken.sachsen.de/1031230

Knapp 190 Organisationen luden am 5. September 2022 an 240 Tischen zu Speis und Trank, Spiel und Kultur ein. Das 6. Gastmahl „Dresden is(s)t bunt“ fand in diesem Jahr mit einer Rekordbeteiligung statt, sowohl bei den teilnehmenden Institutionen als auch bei den Besucherinnen und Besuchern. Auch die Programmbegleitung der Arbeitsmarktmentoren Sachsen war am ZEFAS-Tisch vertreten.

Dein Fachkräftefunk – Podcast für Sachsen

Das ZEFAS informiert ab sofort mit seinem neuen Podcast regelmäßig über aktuelle Themen zur Fachkräftesicherung und guten Arbeit in Sachsen und lädt dazu spannende Akteure ein, die im Bundesland in diesen Bereichen aktiv sind.

Bis zum Jahr 2030 sollen nach Prognosen der Bundesagentur für Arbeit ca. 300 000 Arbeitskräfte im Freistaat Sachsen fehlen. Die demografische Entwicklung in Sachsen und Deutschland ist dabei nur eine Ursache, die zu erheblichen Veränderungen der Lebens- und Arbeitswelt führt. Auch globale Krisen und Konflikte stellen Wirtschaft und Gesellschaft vor neue Herausforderungen. In der ersten Podcast-Folge stellt sich das Team vor und es erfolgt eine kurze Ist-Analyse über die Fachkräftesituation in Sachsen.

Viel Spaß beim Hören!

Seit 1. April 2022 ist das Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit (ZEFAS) Träger der fachlich-inhaltlichen Programmbegleitung der Arbeitsmarktmentoren Sachsen. Das Team der Programmbegleitung – Yvonne Kluge, Dorit Pelz und Lars Zwirnmann – freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Arbeitsmarktmentor*innen, den neuen ZEFAS-Kolleg*innen sowie zahlreichen Partner*innen.

Die neuen Kontaktdaten finden Sie hier

Zu arbeiten, bedeutet auch, ein Teil der Gesellschaft zu sein. Natürlich steht der Gelderwerb im Vordergrund, aber vor allem ist Berufstätigkeit Teil eines selbstbestimmten Lebens. Auf dem Weg in Ausbildung und Arbeit benötigen gerade neu bei uns angekommene Menschen oftmals Unterstützung. Deshalb begleiten die vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) geförderten Arbeitsmarktmentorinnen und -mentoren Geflüchtete und andere Menschen mit Migrationshintergrund seit Oktober 2016 auf ihrem Weg ins Berufsleben.
Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig: »Die Integration zugewanderter Menschen in Ausbildung und Arbeit ist eine zentrale Herausforderung der Arbeitsmarktpolitik. Die Arbeitsmarktmentorinnen und -mentoren haben sich als wegweisende Integrationsakteure in Sachsen etabliert. Damit sie ihre wichtige Arbeit fortsetzen können, haben wir nun die Förderung bis Ende 2024 verlängert. Darüber bin ich sehr froh, denn so kann die Erfolgsgeschichte der Arbeitsmarktmentorinnen und -mentoren fortgeschrieben und ein wichtiger Baustein für die Integration in unsere Gesellschaft gesichert werden.«
In der aktuellen Förderrunde haben die Arbeitsmarktmentorinnen und -mentoren trotz der vielfältigen Herausforderungen, gerade im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie, sehr gute Arbeit für Sachsen geleistet. Vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2021 konnten folgende Erfolge erzielt werden:

  • Es wurden über 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie fast 1.000 Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber beratend begleitet.
  • Mehr als 840 Menschen wurden in Beschäftigung vermittelt.
  • Knapp 280 Menschen wurden in eine Berufsausbildung vermittelt.

Zwei der Erfolgsgeschichte aus dem Programm Arbeitsmarktmentoren Sachsen werden in einem kurzen Dokumentarfilm vorgestellt. Der Film ist auf Initiative von ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. entstanden – einem Träger zweier Arbeitsmarktmentoren-Projekte. Er zeichnet den Weg der Integration von Hala und Lewis nach. Hala ist studierte Lehrerin. Sie musste in der Mitte ihres Lebens aus Syrien fliehen. Jetzt arbeitet sie in Dresden als Assistenzlehrerin. Lewis stammt aus Kamerun und absolviert in Leipzig eine Ausbildung zum Altenpfleger. Hala und Lewis werden durch die Arbeitsmarktmentoren-Projekte von ARBEIT UND LEBEN in Leipzig und Dresden begleitet. Ihre individuellen Integrationswege stehen beispielhaft für viele Lebensgeschichten, die das Programm Arbeitsmarktmentoren Sachsen in den vergangenen Jahren mitgeschrieben hat.

Hintergrundinformation zum Programm Arbeitsmarktmentoren Sachsen
Mit dem Programm »Arbeitsmarktmentoren Sachsen« sollen die Potenziale von Geflüchteten und anderen Menschen mit Migrationshintergrund für den sächsischen Arbeitsmarkt erschlossen werden. Ziel des Programms ist es, Geflüchtete und andere Menschen mit Migrationshintergrund nachhaltig beruflich in Sachsen zu integrieren. Die Arbeitsmarktmentorinnen und -mentoren begleiten sie auf dem gesamten Weg in Berufsausbildung oder qualifikationsadäquate, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und unterstützen dabei auch deren (potenzielle) Arbeitgeber. Um Abbrüche zu vermeiden, bieten sie bei Bedarf auch weiterführende Unterstützung, nachdem der berufliche Einstieg erfolgt ist. Ein Angebot, das sehr häufig in Anspruch genommen wird. Die Arbeitsmarktmentorinnen und -mentoren sind in ganz Sachsen im Einsatz. Insgesamt gibt es 14 Projekte mit mehr als 50 Mentorinnen und Mentoren. Unterstützt werden sie in ihrer Arbeit von einer fachlich-inhaltlichen Programmbegleitung.

Zum Jahresabschluss der Arbeitsmarktmentoren Sachsen am 16. Dezember 2021 hatte der Film „Ich hab’s geschafft! – Zwei Erfolgsgeschichten aus dem Programm Arbeitsmarktmentoren Sachsen“ Premiere.

In dem kurzen Dokumentarfilm nehmen uns Hala Alshehawi und Lewis Essambeh mit auf ihren Weg der Integration. Hala ist in der Mitte ihres Lebens aus Syrien geflohen, wo sie als Lehrerin gearbeitet hatte. In Dresden fand sie ein neues Zuhause. Inzwischen arbeitet die Muslimin als Assistenzlehrerin in einer christlichen Schule. Lewis ist Ende zwanzig und vor drei Jahren aus Kamerun nach Deutschland geflohen. In seinem Heimatland hatte er Management studiert. In Leipzig hat er eine Ausbildung zum Altenpfleger begonnen.

Hala und Lewis sind Teilnehmende des Programms Arbeitsmarktmentoren Sachsen. Sie wurden von den Leipziger und Dresdner Teams der Arbeitsmarktmentoren von ARBEIT UND LEBEN unterstützt. Ihre individuellen Geschichten stehen beispielhaft für viele Geschichten, die das Programm Arbeitsmarktmentoren Sachsen in den letzten Jahren mitgeschrieben hat.

Beide haben in ihrem Integrationsprozess von verschiedenen Seiten Unterstützung erfahren, zunächst bei der Unterbringung und beim Spracherwerb, später bei der Suche nach einem Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz. Sie beschreiben ihre Ankunft in Sachsen, die ersten Stationen und Hürden bei Erlernen der deutschen Sprache und wie ihre berufliche Integration durch das Programm erleichtert wurde.

Im Film begegnen die Beiden wichtigen Wegbegleiter*innen. Sie treffen die Menschen, die ihnen geholfen haben, behördliche Angelegenheiten zu klären, mit der Ausländerbehörde zu kommunizieren, zu verstehen, welche beruflichen Möglichkeiten es in Deutschland gibt und einen Lebenslauf und Bewerbungen zu schreiben.

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