Viertes sachsenweites Vernetzungstreffen der Arbeitsmarktmentor*innen

Bereits zum vierten Mal hat die fachlich-inhaltliche Programmbegleitung für das Modellprogramm „Arbeitsmarktmentoren für Geflüchtete“ zum sachsenweiten Vernetzungstreffen eingeladen. Dieser Einladung folgten am 12. und 13. November 2018 die Arbeitsmarktmentor*innen sowie Vertreter*innen aus dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) und der Sächsischen Aufbaubank. Auch dieses Mal haben darüber hinaus auch Gäste aus anderen Projekten und Bundesländern das Treffen bereichert.

Im Zentrum des ersten Tages stand der fachliche Austausch zwischen den einzelnen Projekten aus allen Landkreisen und den kreisfreien Städten. Nachdem Vertreter*innen aus allen Projekten ausführlich über den aktuellen Stand ihrer Arbeit berichtet hatten, wurden verschiedene Probleme, aber auch Best Practice Beispiele von den Mentor*innen diskutiert. In allen Projekten konnte bereits eine erfreulich große Zahl von Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit vermittelt werden. Einig waren sich alle Beteiligten, dass eine individuelle Betreuung im Vordergrund steht und auch die Stabilisierung und Begleitung nach Vermittlung einen wichtigen Aspekt darstellt. Auch Themen wie die Wohnsitzauflage, Ausbildungsduldung oder Motivation der Geflüchteten kamen zur Sprache.

Um die bereits bestehende Zusammenarbeit zukünftig auszubauen und zu intensivieren, sprach Frau Dr. Gesa Busche, Koordinatorin des Projekts RESQUE continued, über mögliche Synergien und Schnittstellen beider Programme auf regionaler Ebene. Zuvor stellte Frau Claudia Riedel das IQ Netzwerk Sachsen und seine Angebote wie Schulungen, Anerkennungsberatung und Qualifizierungen im Rahmen des Anerkennungsprozesses vor.

Der inhaltliche Schwerpunkt am zweiten Tag wurde durch Herrn Andre Kostov von der fachlich-inhaltlichen Programmbegleitung gemeinsam mit Herrn Kristian Garthus-Niegel von RESQUE continued in einem Workshop zur Ausbildungsduldung und Förderlücken im Rahmen der Ausbildungsfinanzierung bestritten. Beide Themen spielen in vielen Landkreisen eine große Rolle, und für die Geflüchteten entscheidet sich dadurch nicht nur in beruflicher Hinsicht ihr weiterer Werdegang.

Neue Impulse erhielten die Teilnehmenden des Vernetzungstreffens von Herrn Paul Reumschüssel aus Thüringen. In seinem Vortrag stellte er die Arbeit der Fachstelle für Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit des Instituts für Berufsbildung und Sozialmanagement vor. Außerdem konnten Senior*innen vom Senior Experten Service gewonnen werden, die den Arbeitsmarktmentor*innen ihr Projekt und ihre wertvolle ehrenamtliche Begleitung von (geflüchteten) Auszubildenden näherbrachten.

Mit einer abschließenden kurzen Feedbackrunde, aus der viele Anregungen für das 5. Vernetzungstreffen im Frühjahr 2019 mitgenommen wurden, fand das 4. Zusammenkommen der Arbeitsmarktmentor*innen in Sachsen sein Ende.