Drittes sachsenweites Vernetzungstreffen der Arbeitsmarktmentor*innen

Am 23. und 24. April 2018 trafen sich die Mentorinnen und Mentoren sowie zahlreiche Gäste in den Räumlichkeiten des BSZ Gustav Zeuner in Dresden zum dritten sachsenweiten Vernetzungstreffen der Arbeitsmarktmentor*innen, das von der fachlich-inhaltlichen Programmbegleitung ausgerichtet wurde.

Der erste Tag wurde gestaltet durch eine Vorstellung des Netzwerks „Alle an Bord!“ zur arbeitsmarktlichen Integration von Geflüchteten in Schleswig-Holstein. Das vom PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein e.V. und dem Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V. koordinierte Netzwerk wurde durch Frau Astrid Willer vorgestellt. Ziel des Netzwerks ist die Unterstützung Geflüchteter auf den Weg in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sowie beim Zugang zu schulischer Bildung und Studium unabhängig vom Aufenthaltsstatus, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Beratung von Geflüchtete mit besonderen strukturellen Zugangsbarrieren wie Geflüchtete mit einer Duldung, geflüchteten Frauen und besonders Schutzbedürftigen liegt. Durch die Ähnlichkeit zum Modellprogramm „Arbeitsmarktmentoren für Geflüchtete“ war ein reger Austausch zu den Erfahrungen, Hürden und Erfolgen zwischen den Arbeitsmarktmentor*innen und den anwesenden Gästen eröffnet. Frau Andrea Roth stellte das Projekt VAbA-Vorbereitung junger Asylsuchender auf eine berufliche Ausbildung vor, welches am BSZ Gustav Zeuner angesiedelt ist. Das Projekt dient der firmenspezifischen Vorbereitung der Schüler, schafft Ausbildungsvoraussetzungen durch passgenauen Unterricht und dient der nachhaltigen Integration Asylsuchender in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Am zweiten Tag fanden Workshops zu verschiedenen Themen und Projektvorstellungen statt. Zunächst wurde das IQ Netzwerk Sachsen durch Frau Julia Bledau mit einer Übersicht zu allen Beratungs- und Schulungsangeboten vorgestellt. Das IQ Netzwerk Sachsen bietet Beratung zu Anerkennung und Qualifizierung im Rahmen des Anerkennungsgesetzes sowie Schulungen zu interkultureller Kompetenzentwicklung. Für ehrenamtlich Engagierte wird seit kurzem auch eine Schulung zu arbeitsmarktrelevanten Themen und Verweisberatung angeboten. Mehr Informationen hierzu finden Sie in unserem Newsletter #6 (Juni). Anschließend wurde das Projekt Faire Integration durch Dr. Harald Köpping-Athanasopoulos vorgestellt. Das Projekt bietet Beratungsangebote für Menschen aus Drittstaaten und Unternehmen zu arbeitsrechtlichen Themen sowie Schulungsangebote für Netzwerke.

Abschließend fanden Workshops zu den Themen Bleibeperspektive/Bleiberecht und Mitwirkungspflichten von Herrn Kristian Garthus-Niegel und Herrn Andre Kostov vom Sächsischen Flüchtlingsrat e.V. statt. Herr Garthus-Niegel ist im Projekt RESQUE continued tätig, welches sich ebenfalls mit der arbeitsmarktlichen Integration Geflüchteter befasst. Das Projekt bietet individuelle Beratung zum Arbeitsmarkt und dessen Zugangsvoraussetzungen, Berufsorientierung, Vermittlung in berufsbezogene Qualifizierungsmöglichkeiten sowie Schulungen für Multiplikator*innen und Ehrenamtliche. Es schloss sich eine Diskussionsrunde an zu allen offenen Fragen mit einem Erfahrungsaustausch zu den Themen der Workshops sowie Feedback zur Veranstaltung.